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Oldenburger Schützenbund e.V. | ![]() |
| Informationen |
Der Oldenburger Schützenbund e.V. (OSB) ist als Bezirksverband Dachverband von 185 Schützenvereinen
in 16 Kreisen und hat rund 24.000 Mitglieder. Er ist damit der mitgliederstärkste Bezirk von elf Bezirken im Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB). Das Verbreitungsgebiet des OSB ist deckungsgleich mit dem Oldenburger Land, bzw. dem ehemaligen Verwaltungsbezirk Oldenburg.
Die Grenzen der 16 Schützenkreise stimmen aber nicht mit den politischen Grenzen der Landkreise überein. So gibt es allein im Ammerland vier Schützenkreise.
Der Oldenburger Schützenbund wurde am 19. August 1862 gegründet. Ins Leben gerufen wurde er von dem Oberst Lehmann, der ein Jahr nach der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Schützenbundes“ in Gotha mit den Schützenvereinen Jever, Varel, Oldenburg, Brake, Vechta, Westerstede und Landwührden den ersten Dachverband im Herzogtum Oldenburg gründete. Ein erstes Oldenburger Bundesschießen konnte bereits am 26. und 27. Juli 1863 in Varel durchgeführt werden. Lehmann war der erste Präsident, dem der Kaufmann August Willers folgte. Weitere Präsidenten waren der Sattlermeister Wilhelm Möller, Kaufmann August Haskamp und der Handwerksmeister Johann Plate. Im letzten Jahr vor dem 1. Weltkrieg hatte der OSB bereits 18 Mitgliedsvereine und nach dem Krieg stieg die Mitgliederzahl schon auf 22 Vereine mit rund 4.000 Mitgliedern. Letzter Präsident vor der Zwangsauflösung durch die Nazis zum 1. März 1933 war der damalige Inspektor und spätere Amtmann Hermann Franke. Er war es dann aber auch, der sich nach dem 2. Weltkrieg wieder tatkräftig für das Schützenwesen einsetzte. Am 4. Februar 1951 lud Hermann Franke zu einer Besprechung über Fragen zur Fortführung des Schießsportes nach Oldenburg ein. Der Tagesordnungspunkt 7 lautete: „Aussprache über die Wiedergründung des Oldenburger Schützenbundes und über dessen künftige Benennung“. Schützenbruder Franke machte zunächst einige Ausführungen und gab dann bekannt, dass in Bremen der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) gegründet worden sei und er als stellvertretener Präsident dem engeren Vorstand angehöre. Die Aussprache zu TOP 7 gestaltete sich sehr lebhaft. Die Vertreter der Vereine waren sich über die Namensgebung „Oldenburger Schützenbund“ zwar einig, hielten die Neugründung zu der Zeit jedoch noch für verfrüht. Es müsse zunächst in den einzelnen Bezirken Aufklärungsarbeit geleistet werden. Zur aufklärenden Vorarbeit wurde der Verwaltungsbezirk Oldenburg in sieben Kreise aufgegliedert und zwar in
Mit sofortiger Wirkung wurde der OSB auch Mitglied im NWDSB. Am 30. März 1952 kam es zur ersten Jahreshauptversammlung. Unter TOP 4 wurde einstimmig beschlossen, auch dem Deutschen Schützenbund beizutreten. Hocherfreut konnte die Feststellung getroffen werden, dass bereits 58 Beitrittserklärungen zum Oldenburger Schützenbund vorlagen, die durch Abstimmung einstimmig bestätigt wurden. In der Jahreshauptversammlung am 15. März 1953 konnte der Präsident schon bekannt geben, dass nun 86 Vereine dem OSB angehören würden. Am Jahresende 1957 gehörten dann dem OSB schon 104 Vereine mit 6.862 Mitgliedern an. In der Jahreshauptversammlung am 23. März 1958 sagte Schriftführer Heinrich Schütte: „Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass der Oldenburger Schützenbund eine stete Aufwärtsentwicklung zeigt.“ In der Jahreshauptversammlung am 5. März 1960 trat Hermann Franke aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl des Präsidenten an. An seiner Stelle wurde in der Versammlung im „Schützenhof Eversten“ Heinz zu Jührden einstimmig zum zweiten Präsidenten des Nachkriegs-OSB gewählt. Als Stellvertreter wurde Gerd Agena vorgeschlagen und ebenfalls einstimmig gewählt. Hermann Franke wurde Ehrenpräsident mit Sitz und Stimme im Präsidium – doch schon auf der Gesamtpräsidiumssitzung am 7. Juli 1960 musste Präsident zu Jührden tief betroffen das Ableben des Gründungspräsidenten mitteilen. In der Folge arbeiteten Präsident zu Jührden und Vizepräsident Agena 12 Jahre lang an der Spitze des OSB. 1972 trat Heinz zu Jührden von seinem Amt zurück, da er zum Präsidenten des Landesverbandes NWDSB gewählt worden war. In der folgenden Bundesdelegiertenversammlung in Lohne wurde Gerd Agena einstimmig zum neuen Präsidenten des OSB gewählt und Heinz zu Jührden wurde Ehrenpräsident. Mit den Präsidiumsmitgliedern Karl-Heinz Klein, Hans Dieter Fredehorst, Egon Schwarting, Heide Hildebrand, Gerold Indorf und Berthold Onnen wurde bis 1995 eine erfolgreiche Sportarbeit geleistet, die sich in einem Anstieg der Mitgliederzahlen auf über 23.990 und zahlreichen Wettkampf-Teilnahmen bis hin zu internationalen Meisterschaften wiederspiegelten. Eine erste Veränderung im langjährigen Präsidium erfolgte 1995 mit dem Rücktritt von Karl-Heinz Klein als Vizepräsident. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und seine Nachfolge trat Bernd-Dieter Eilers aus Linswege Petersfeld an. Neu ins Präsidium kam als dritter Vizepräsident Horst Haß aus Hammelwarden. Neuer Jugendleiter wurde Herbert Harmjanßen aus Ohrwege. Auf die neue Mannschaft wartete dann auch gleich eine organisatorische Herausforderung, denn schon im selben Monat wurde Oldenburg das Zentrum des Bogen-Schießsportes in Deutschland mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften. Eine herausragende Organisation und die Beteiligung vieler Menschen des ganzen Oldenburger Landes ließen bei allen Teilnehmern nur den besten Eindruck zurück. Die hier erreichten Zuschauerzahlen einer Sportart, die sonst nur ein Mauerblümchendasein fristet, konnten bislang noch nicht überboten werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass 1998 das Organisationsteam unter der Leitung von Hans Dieter Fredehorst sogar die Europameisterschaften Bogen Halle nach Oldenburg holen konnten, die wiederum ein voller Erfolg nicht nur für den Bogensport, sondern auch für das Oldenburger Land wurden. Für die Jahresdelegiertenversammlung 1996 bei Fischbeck in Wardenburg war der Rückzug von Präsident Gerd Agena angekündigt, was zahlreiche prominente Vertreter aus der Politik, wie den ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und den Regierungspräsidenten Bernd Theilen, zum Anlass nahmen, sein Engagement in den höchsten Tönen zu loben. Gerd Agena wurde zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied des OSB ernannt. Neuer Präsident wurde einstimmig der bisherige Vize Hans Dieter Fredehorst aus Etzhorn, neuer Stellvertreter wurde Josef Rolfes aus Kroge-Ehrendorf. Ein Jahr später wurde Gustav Eilers aus Altjührden neuer Bezirksjugendleiter, der begann, mit der Einrichtung von Kadern die Jugendarbeit zu beleben. Auch die Ländervergleichswettkämpfe mit der Britischen Junioren-Nationalmannschaft und neue Kontakte zu anderen Nationen wie Schweden, Dänemark, Russland und anderen belebten den Schießsport für die Jugend. Nach wie vor stellt der OSB, nun unter der Leitung von Präsident Josef Rolfes, die meisten Teilnehmer bei den Landesverbandsmeisterschaften und ist Abonnent auf den „Preis des Präsidenten“. Für die guten Leistungen ist nicht zuletzt auch die Ausbildungstätigkeit des OSB mit verantwortlich, bei der nicht nur neue Sportleiter geschult werden, sondern auch Sachkundelehrgänge und Jugendbasislizenzen angeboten werden. Allerdings musste Sportleiter Norbert Strauch in den letzten Jahren immer öfter feststellen, dass die Mitgliederlücke in der Schützen- und der Damenklasse immer größer klafft und allmählich eine Überalterung der Wettkampfteilnehmer zu verzeichnen ist. Seit Jahrzehnten liegen die Schützenverbände auf Kreis-, Bezirks- und Landesebenen mit ihren Mitgliederzahlen stabil auf dem dritten Platz hinter dem Turnen und dem Fußball. Aktuell (zum 1. Januar 2008) zeigt die Statistik des Landesportbundes Niedersachsen 255.313 Mitglieder in Schützenvereinen, davon 180.025 männliche und 75.288 weibliche Mitglieder und damit sind die Schützen auch noch viertstärkster Verband mit weiblichen Mitgliedern. Der Oldenburger Schützenbund ist Mitglied in den Dachverbänden |
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Nordwestdeutscher Schützenbund e.V. (NWDSB)
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Deutscher Schützenbund e.V. (DSB)
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